BREITBAND – SCHNELLES INTERNET auch in Elmenhorst

Die in Elmenhorst vorhandene Infrastruktur für die Netzanbindungen besteht größtenteils aus Kupferkabel. Die Datenübertragungsraten werden durch die veraltete Vektoringtechnik erreicht. Durch das Fördermittelprogramm des Bundes und sehr geschickten Verhandlungen des Landkreises VR im Ausschreibungsverfahren ist es gelungen, mit der Telekom Verträge über den flächendeckenden Ausbau mit moderner Glasfasertechnologie im Amtsbereich, somit auch in der Gemeinde Elmenhorst, abzuschließen.

Während der Bauphase haben die Grundstückseigentümer die Möglichkeit, für ihr Gebäude einen Hausanschluss, der z.Zt. eigentlich ca. 800 € kostet, unentgeltlich zu erhalten.

Da die bauausführenden Firmen eine Genehmigung der Grundstückseigentümer für die Tiefbauarbeiten auf dem Grundstück und die Installationsarbeiten im Gebäude benötigen, wird die Telekom in den nächsten 3 bis 4 Monaten Formulare „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes“ an alle Haushalte verschicken. Hierbei handelt sich nicht um ein kostenpflichtiges Angebot ungewisser Herkunft. Im Gegenteil, durch den Glasfaseranschluss werden die Grundstücke aufgewertet. Außerdem besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass das jetzige Kupferkabelnetz in absehbarer Zeit still gelegt wird, was dann die Notwendigkeit eines späteren kostenpflichtigen Anschlusses nach sich zieht.

Auch wenn Sie persönlich keinen schnellen Internetanschluss wollen, lassen Sie die Telekom den kostenlosen Anschluss bis in Ihr Haus legen – Sie werten damit Ihr Grundstück auf.

Also liebe Bürgerinnen und Bürger, füllen Sie die Antragsunterlagen aus und schicken Sie diese an die Telekom. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in dem jetzt folgenden Artikel der Ostsee-Zeitung!

Ihr/Euer Bürgermeister
Rudi Wendorf


Glasfaser-Angebot ist kein Werbe-Gag / Kreissprecher Vorpommern-Rügens: Wer Kabel kostenlos verlegt haben will, sollte auf Schreiben von Telekom und Landrat reagieren.

Grimmen. Mit schnellem Internet für alle wird es auch in Grimmen (Vorpommern-Rügen) ernst. „Wir bauen für Sie – Ihr Glasfaseranschluss bis ins Haus“ – eine magentafarbene Mappe ist jetzt in vielen Briefkästen von Hauseigentümern der Stadt und des umliegenden Landkreises gelandet. Wer die vermeintliche Werbung aus Gewohnheit ungelesen in den Papierkorb wirft, kann richtig Pech haben… „Betrifft: Kostenloser Anschluss Ihrer Immobilie an das leistungsstarke Glasfasernetz der Deutschen Telekom“ steht in dem beiliegenden Schreiben, dem auch ein entsprechendes Auftragsformular zum Beantragen des Hausanschlusses angefügt ist. Doch nicht nur das, sondern auch ein amtliches Anschreiben der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügens.

Kostenfeier Anschluss nur in begrenztem Zeitraum

In dem Schreiben wird unter anderem informiert, dass in den Kommunen des Landkreises in den nächsten Monaten Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau vorgenommen werden sollen. Um von den neuen Infrastrukturen profitieren zu können, sei es erforderlich, die nötigen Haus- beziehungsweise Gebäudeanschlüsse einrichten zu lassen. Im Rahmen des Gesamtprojektes biete die Telekom diesen Anschluss für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei an. Hierbei liegt die Betonung auf dem Wörtchen „begrenzt“, denn wer den Anschluss später beantragt, muss zahlen. Auch der Grimmener Marco Jahns hat in seinem Bekanntenkreis erfahren, dass manche das Schreiben von Telekom und Landkreis nicht richtig einordnen können. „Viele Leute können damit nichts anfangen“, berichtet Jahns.

Kein Vertrag über künftige Nutzung des Netzes

Die Empfänger sollten unbedingt auf das Schreiben von Telekom und Landkreis antworten, also den Fragebogen ausfüllen, rät Olaf Manzke. „Man sollte das nicht ignorieren“, sagt der Sprecher der Landkreisverwaltung. Bei dem Schreiben gehe es lediglich um das Erteilen der Genehmigung, dass die Telekom das Glasfaserkabel über das jeweilige Grundstück verlegen darf. Und das kostenlos. Dabei schließe der jeweilige Grundstückseigentümer aber keinen Vertrag mit der Telekom über die künftige Nutzung des Glasfasernetzes. „Die Verträge über die Nutzung werden dann separat abgeschlossen, mit dem Anbieter der eigenen Wahl“, erklärt Olaf Manzke.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen hatte für den Breitbandausbau Förderzusagen über insgesamt 118 Millionen Euro von Bund und Land erhalten. Wer sich das Hightech-Kabel nicht verlegen lasse, der sei nicht zuletzt „ein Stück weit von der künftigen Entwicklung abgeschnitten“, weiß der Sprecher des Landkreises. Wer sich für die Leitung nicht jetzt, sondern erst später entscheide, müsse zahlen: „Wenn der Bautrupp erneut anrücken muss, wird das teuer“, sagt Manzke.

Wer seinen Antrag nicht mehr hat, kann ihn im Internet herunterladen unter www.lk-vr.de/Kreisportrait/Breitband.
Infos bei der kostenfreien Behördenauskunft unter 115.

Peter Franke

 

FOTO: Internet (pixabay)

Artikel der OZ (Lokal Grimmen) vom 20.12.2017