Am 6. November, kurz nach 18:00 Uhr, ertönten in Elmenhorst und Zarrendorf die Sirenen. Aber nicht die, die immer mittwochs um 18:00 Uhr zur Probe laufen, es war diesmal ein echter Einsatzalarm. Der besagte „Brand mittel, starke Rauchentwicklung Schulstraße 8 Elmenhorst; Wohnungsbrand; Rauchentwicklung aus geöffnetem Fenster.“

Das Sirengeheule und die vielen Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht in der dunklen Schulstraße hat dann doch viele Elmenhorster auf den Plan gerufen, die erst einmal zum „Brandort“ kamen um nach dem rechten zu schauen.

Der Einsatzort für die exakt geplante Einsatzübung war das alte Schulgebäude, an dem ein Wohnungsbrand im 2. Obergeschoss simuliert wurde.


Ausbildungsziele der Übung waren: 

  • Menschenrettung, finden und retten einer Person aus einer verqualmten nicht beleuchteten Wohnung
  • Brandbekämpfung im 2.Obergeschoss – Arbeit mit Leitern
  • gemeinsames Arbeiten von zwei Feuerwehren aus benachbarten Ämtern an einem Einsatzobjekt

Obwohl wir mit der Freiwilligen Feuerwehr Abtshagen eine Ausrückegemeinschaft bilden, wurde die Übung diesmal nur gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Zarrendorf durchgeführt. Grund: die Feuerwehr Abtshagen ist mit den Vorbereitungen ihrer Gerätehauseinweihung sehr stark in Anspruch genommen. So wurde aus der ursprünglich geplanten Übung mit drei beteiligten Wehren eine Alarmübung für zwei. Es war uns wichtig mit unseren, auch aus der Historie sehr eng verbundenen Nachbarn, die leider nicht mehr der gleichen Amtsverwaltung angehören, die Zusammenarbeit zu pflegen.

Beteiligt waren die beiden Wehren mit jeweils zwei Einsatzfahrzeugen und insgesamt 30 Kameraden.

Die gesetzten Ziele für die Einsatzübung wurden erfüllt, die Arbeit der Atemschutzgeräteträger einschließlich der Atemschutzüberwachung war vorbildlich. Wir haben aber auch erkannt, wo wir unsere Ausbildung noch vertiefen müssen – die Anwendung der geläufigen Feuerwehrknoten muss allen in Fleisch und Blut übergehen.

Ein besonderer Höhepunkt nach der Übung war dann noch eine kurze Ausbildungsstunde beim Selbstretten durch Abseilen aus dem 2. Obergeschoss.

Abschließend möchte ich noch sagen, vielen Dank für die super Einsatzbereitschaft der Zarrendorfer und Elmenhorster Kameraden. Man kann beruhigt den nächsten „heißen“ Einsätzen entgegensehen.

Helmut Penz
Wehrführer FFW Elmenhorst