Artikel der OZ - Lokal Grimmen vom 11.03.2017

Elmenhorst. Heinz Hopp war ein Multitalent. Er war Kaufmann, Bürgermeister und Herzbube. Er war ein streitbarer Zeitgenosse und einer, der immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Elmenhorster hatte. Er war schlicht eine Institution in dem Ort, dessen Geschicke er gut zehn Jahre lang leitete.

Der „Pfundskerl“ erblickte am 9. Oktober 1936 in Stralsund das Licht der Welt. In Ingeborg fand er die Frau des Lebens, heiratete sie und bekam mit ihr vier Kinder. Heinz Hopp arbeitete als Konditor und Feuerwerker, baute in Elmenhorst den Lebensmittelhandel Hopp auf, den er über 20 Jahre betrieb, und reiste außerdem als Kaufmann mit einem mobilen „Konsum“ über die Dörfer.

Auf diesen Touren lernte er Land und Leute kennen, hörte die Sorgen und Nöte der Bürger an. Vielleicht war das der Moment, in dem Heinz Hopp beschloss, etwas mehr zu tun als nur zuzuhören. 2004 kandierte er für das Bürgermeisteramt. Er wurde gewählt und leitete bis 2012 die Geschickes des Ortes.

„Wie kein anderer hat er Elmenhorst geprägt“, sagt sein Amtsnachfolger Rudi Wendorf. Das kulturelle Leben im Ort habe ihm besonders am Herzen gelegen. Als ein Teil des Duos der „Elmenhorster Herzbuben“ begeisterte er mit seinem Partner Wolfgang van Es nicht nur seine eigenen Gemeindemitglieder.

Viele Projekte habe Heinz Hopp in Elmenhorst auf den Weg gebracht – von der Sanierung des Marktplatzes und der Bahnhofstraße bis hin zum Bau der Trauerhalle auf dem Friedhof. In dieser endet nun auch sein eigener irdischer Weg. Heinz Hopp verstarb 80-jährig am 3. März nach langjähriger Krankheit. Die Trauerfeier für den einstigen Bürgermeister und Elmenhorster Herzbuben fand am 11. März in der Kirche zu Elmenhorst statt.