Artikel der OZ - Lokal Grimmen vom 11.03.2017

Elmenhorst. Sie sind zwischen Mitte 20 und Mitte 70. Sie tüfteln, organisieren und machen sich stark für ihren Ort: Die Mitglieder des Ortsvereins Elmenhorst. „Unser Ziel ist es, das kulturelle Leben in Elmenhorst am Leben zu erhalten“, sagt der Vereinsvorsitzende Alexander Ehlert. Das funktioniert bislang sehr gut. Die Kindertagsfeier im vergangenen Jahr – ein Heidenspaß. Das Fußballturnier – löste eine Flut von Anmeldungen aus. Der Nikolausmarkt – ein voller Erfolg.

Dabei gibt es den Ortsverein erst seit knapp zwei Jahren. Nachdem sich der Kulturverein des Ortes zum 31. Dezember 2014 auflöste, stand die Frage im Raum, wie das kulturelle Leben in Elmenhorst erhalten werden kann. Alexander Ehlert, damals Mitglied des Kulturausschusses, trommelte einige Gleichgesinnte zusammen. „Im Frühjahr 2015 haben wir zwei Informationsveranstaltungen durchgeführt“, erzählt er. Diskutiert wurde, was man für den Ort tun könne. Und welchen Rahmen man dem Ganzen geben kann.

Der Rahmen, das war ein neuer Verein. Der Ortsvereins Elmenhorst wurde am 13. Juli 2015 aus der Taufe gehoben. „18 Mitglieder hatten wir zu diesem Zeitpunkt“, weiß Alexander Ehlert. Das Oktoberfeuer 2015 war – im Wortsinne – die Feuertaufe für den neuen Verein, und sie gelang. Besucherzahlen im dreistelligen Bereich, massenhaft verkaufte Bratwürste, tolle Stimmung. Sicherlich sei auch viel Neugier bei den Besucher dabei gewesen: Was machen die? Wie kriegen die das hin? Was haben die drauf?

Eine ganze Menge. „Wir versuchen, etwa zehn Veranstaltungen im Jahr zu organisieren“, erzählt Ehlert, der heute 22 Männer und Frauen zählt, die sich im Ortsverein engagieren. Von Vorteil ist dabei, dass der Verein altersmäßig gesehen auf breiten Füßen steht. „Unser jüngstes Mitglied ist Mitte 20, das älteste 65 Jahre alt“, erzählt der Vereinschef. Aufgrund der breiten Altersspanne werde auch ein großes Interessenspektrum abgedeckt. Jeder bringe Ideen ein, von denen am Ende alle Elmenhorster – jung wie alt – profitieren.

So beschäftigt sich der Ortsverein heute mit der Frage, wie und wo er einen Fitnessraum für die jüngere Generation einrichten kann ebenso wie mit der Organisation einer Tanzveranstaltung, bei der Musik aus den 1970er-Jahren gespielt und der eher von der älteren Generation besucht werden wird. Bei den Veranstaltungen beziehe der Ortsverein auch immer ortsansässige Unternehmen mit ein.

„Getränke kommen hauptsächlich von unserer Mosterei, Bratwürste, Pommes und so weiter liefert Ramonas Einkaufsmarkt“, zählt Ehlert auf. Auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr funktioniere prima.

Elmenhorster für Elmenhorst – das Konzept funktioniert.

Derzeit steckt der Verein voll in den Vorbereitungen für das Osterfeuer und das Fußballturnier. Aber auch um neue Ideen sind die Vereinsmitglieder nicht verlegen. So spukt für die kommenden Jahre etwa die Durchführung einer Faschingsveranstaltung oder eines Sommerfestes durch ihre Köpfe. Ob er sich noch etwas wünscht? Alexander Ehlert wiegt mit dem Kopf. „Klar, wenn die Gemeinde finanziell besser gestellt wäre, könnten wir die alte Schule zum Gemeindezentrum umbauen und dort vielleicht eigene Räume bekommen. Das wäre dann wirklich das i-Tüpfelchen“, sagt er.