Mit dem Elmenhorster Sebastian Witte erhielt jetzt einer der ersten Absolventen der Hochschule Stralsund einen Preis

Der Elmenhorster Sebastian Witte, Prokurist der Schleswiger Asphaltsplittwerke (SAW) sowie der ASA-Bau GmbH, wurde jetzt mit dem Förderpreis für Absolventen der Hochschule Stralsund ausgezeichnet.

Den Preis verliehen Prof. Petra Maier, frisch gewählte Rektorin der Hochschule Stralsund, Gerold Jürgens, Präsident des Unternehmerverbandes, und Ulrich Wolff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vorpommern, sowie Stefan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium MV, als Schirmherr der Veranstaltung.

Der Preisträger gehörte zu den ersten Absolventen der damaligen Fachhochschule Stralsund. In Greifswald geboren, in Stralsund aufgewachsen, hatte sich der heute 46-Jährige für ein betriebswirtschaftliches Studium am Sund entschlossen. Ich war und bin mit der Region verwachsen“, sagt Sebastian Witte. Als seine Frau und er 1996 gemeinsam ihr Studium mit einem Fachhochschul-Diplom beendet hatten, traf es sich gut, dass er seinen ersten Job bei ASA fand und in der Region bleiben konnte. „Die Affinität zum Bau habe ich durch meine Familie mitbekommen. „Mein Großvater war bereits Maurermeister.“, sagt Witte. Er arbeitete sich in dem zum dänischen Arkil-Konzern gehörenden Unternehmen ein und erklomm die Karriereleiter. Vorpommer zu sein, ist Sebastian Witte wichtig. „Ich versuche beim überregionalen Teil meiner Arbeit stets auch die Philosophie meiner Heimatregion mit weiterzutragen.“ Die Auszeichnung sieht er nicht als alleinigen Erfolg. „Dieser ist vor allem eng verbunden mit den Leistungen unserer 250 Mitarbeiter“, sagt Witte. Ziemlich genau 22 Jahre nach dem Diplom gab es die Auszeichnung für sein Engagement in der Wirtschaft.

Staatssekretär Stefan Rudolph war in seiner Rede auf das Leitbild der Hochschule Stralsund eingegangen – „Praxis verstehen – Chancen erkennen – Zukunft gestalten“. „Damit ist die Hochschule nicht nur Innovationsmotor in der Region. Durch die Ausbildung von Fachkräften ist sie auch ein Schwergewicht für die Entwicklung der Industriedichte in Vorpommern“, sagte Rudolph. Er bezog sich damit auf einen Wert, der die Anzahl der Beschäftigten in der Industrie auf 1000 Einwohner angibt. Im Kreis Vorpommern-Rügen sind das 20, in Vorpommern-Greifswald 35. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert in den neuen Bundesländern liegt bei 56, der im gesamten Bundesgebiet bei 83.

Dennoch konstatierte der Staatssekretär, dass Mecklenburg-Vorpommern aktuell wirtschaftlich so gut dastehe wie noch nie zuvor. Mit 2,2 Prozent Wachstum im verarbeitenden Gewerbe generiere die Wirtschaft zunehmend Wohlstand im Land, so Rudolph.

Gerold Jürgens, Chef des Unternehmerverbandes Vorpommern pflichtete dem Staatssekretär bei. „Wir brauchen für die wachsenden Aufgaben der Wirtschaft im Land junge Leute, die das leisten können“, betonte er. Und Sparkassenvorstand Ulrich Wolff zeigt der Absolventenförderpreis vor allem eines deutlich: „Gut ausgebildete Menschen haben in unserer Region gute Chancen. Wenn wir uns als Region Vorpommern positiv weiterentwickeln wollen, brauchen wir dafür fähige Menschen.“

Die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung wird von Sparkasse und Unternehmerverband Vorpommern gestiftet und alle zwei Jahre verliehen. In Stralsund wurde sie zum dritten Mal ausgelobt. Geehrt werden Absolventen, die sich während ihrer beruflichen Laufbahn in besonderer Weise in die Entwicklung von Unternehmen der Region eingebracht haben. 2018 waren dafür 23 Absolventen der Hochschule Stralsund nominiert.

Jörg Mattern

FOTO: JÖRG MATTERN

Artikel der OZ (Lokal Stralsund) vom 14.06.2018