Foto: Almut Jaekel

Artikel der OZ - Lokal Grimmen vom 07.04.2017

Christiane Latendorf erinnert an die Anfänge in alter Villa

Sehr jung sei das Amt mit seinen 25 Jahren im Vergleich zu den Dörfern, die zum Teil weit mehr als 700 Jahre zählen. Das Amt wecke im Städtedreieck zwischen den Hansestädten und Grimmen Begehrlichkeiten der Nachbarn – nicht nur wegen der landschaftlichen Schönheiten am Sund und mit der – zumindest saisonalen – Anbindung über die Fähre nach Rügen. Christiane Latendorf erinnerte an das Neuland, dass 1990 betreten wurde, an Erwartungshaltungen, Aufbruchsstimmung und, wie die damaligen zum Amt gehörenden sieben Gemeinden Behnkendorf, Brandshagen, Horst, Miltzow, Reinberg, Kirchdorf und Wilmshagen, die heute die Gemeinde Sundhagen sind, damit umgingen.

Los ging es am 1. April in einer alten Villa, doch schon im April 1993 wurde der Grundstein für das heutige Gebäude gelegt. „Schade, dass diese Arbeitsweise der Ministerien heute nicht mehr so unbürokratisch geht“, bedauerte sie. Seit 2004 ist das Amt Miltzow größer, die Gemeinden Elmenhorst und Wittenhagen kamen nach der Auflösung des Amtes Kronskamp dazu. Latendorf: „Nun waren wir neun.“ Ein Dank ging von Christiane Latendorf an die Bürgermeister, die immer wieder den Spagat zwischen Gemeindeinteressen und den Geschicken des Amtes meistern würden. An ihrer Seite würden sie die Verwaltungsmitarbeiter um den Leitenden Verwaltungsbeamten Andreas Heite wissen, der wie weitere acht Mitarbeitern ebenso lange im Amt Miltzow tätig ist, wie es Jahre zählt. Der 2. Stellvertreter des Landrates von Vorpommern-Rügen, Manfred Gerth, lobte in seinem Grußwort die fachliche Kompetenz dieser Verwaltungsmitarbeiter. „Das wird von außen wahrgenommen“, sagte er. Und der 2. Stellvertreter des Stralsunder Oberbürgermeisters, Heiko Tanschus, der zwei Eleven der Musikschule zur Begleitung des Festaktes mitgebracht hatte, begrüßte, dass im Amt Miltzow die Menschen im Mittelpunkt stehen und anlässlich des Jubiläums ausgezeichnet wurden. „25 Jahre Arbeit im Amt geht nicht ohne Hilfe“, sagte dann auch Amtschef Hajo Hahn. Und Helfer gebe es sehr viele.

Die Geehrten aus der Gemeinde Elmenhorst

Heinz Hopp

Heinz Hopp

habe den Ort Elmenhorst geprägt wie kein anderer, sagte Bürgermeister Rudi Wendorf (CDU) beim Festakt zum Amtsjubiläum. Straßenbau und Sanierungen im Dorf würden davon zeugen. Deshalb wurde Heinz Hopp postum geehrt. Der einstige Bürgermeister, Kaufmann und Herzbube, war nach langer schwerer Krankheit im Frühjahr 2017 verstorben. Die Ehrung nahm seine Frau, Ingeborg Hopp, entgegen, die ebenso wie der Bürgermeister sehr gerührt war. Ein streitbarer Geist sei Heinz Hopp gewesen. Einer, der immer ein offenes Ohr für die Einwohner Elmenhorsts hatte und sehr viel für die Dorfentwicklung getan habe, sagte Wendorf.

Andreas Drews

Andreas Drews

Ohne Feuerwehr geht gar nichts. In erster Linie in der Brandbekämpfung und bei technischen Einsätzen unterwegs, sind die Feuerwehrfrauen und -männer aus dem gesellschaftlichen Leben der Dörfer nicht mehr wegzudenken. Egal, ob Kinderfest, Lagerfeuer oder Fackelumzug –  die Feuerwehrkameraden sind immer dabei. Deshalb wurden acht von ihnen beim Amtsjubiläum stellvertretend geehrt. „Andreas Drews ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele“, lobte Elmenhorsts Bürgermeister Rudi Wendorf (CDU). Er gehöre zu den aktivsten Mitgliedern.