Liebe Einwohner(innen),

wie Sie der Presseinformation entnehmen können, wird es noch eine weitere Aktion mit dem Versenden der entsprechenden Antragsunterlagen Ende Januar/Anfang Februar geben.

 

Ich rate Ihnen, wenn Sie über das Internet an die Antragsunterlagen kommen, diese auszufüllen und an die angegebene Adresse zu schicken. Ich werde auch noch einige Antragsformulare und die Adressdatei im Einkaufsmarkt hinterlegen, wo Sie sich die Unterlagen abholen können.

 

Mit freundlichen Grüßen

Rudi Wendorf
Ihr/Euer Bürgermeister

Um es für alle einfacher zu machen, hier das Dokument zum direkten Download:    

Nach dem Ausfüllen sollten sie es an folgende Adresse zurücksenden:

Vivento Customer Service GmbH
Bauherren „Glasfaser“
Postfach 440319
44392 Dortmund


Rund um Miltzow sind viele Bürger verunsichert, weil sie noch keine Formulare für den Breitbandausbau erhalten haben

Miltzow. Das Thema schnelles Internet bewegt die Gemüter. Und das nicht nur in Grimmen, wie wir kürzlich berichteten, sondern auch im Amt Miltzow. Dort wurde die Thematik am Dienstagabend auf der Gemeindevertretersitzung in Elmenhorst breit diskutiert. Bürgermeister Rudi Wendorf wurde mit einigen Fragen konfrontiert.

Auch die Bürgermeister der anderen beiden amtsangehörigen Gemeinden, Wittenhagen und Sundhagen, erhalten derzeit viele Anrufe und Mails von Bürgern, erklärt Nico Dröse, der im Amt Miltzow für den Breitbandausbau verantwortlich ist. „Auch wir im Amt haben täglich Anfragen von Grundstückseigentümern“, fügt Dröse hinzu. „Vor allem wollen viele wissen, warum ihnen die magentafarbenen Mappen der Telekom nicht zugeschickt worden sind.“

Die Leute haben nämlich Angst, dass sie später 800 Euro zahlen müssen, weil sie nicht fristgerecht den Antrag zum Breitbandausbau auf ihrem Grundstück gestellt haben. Denn die Telekom hatte vorab darauf verwiesen, dass sie nur für einen begrenzten Zeitrahmen Anschlüsse kostenfrei verlegen wird. Danach müssen die Bürger dafür zahlen.

In den verschickten Mappen befinden sich deshalb die entsprechenden Anträge für die Grundstückseigentümer. Und darin gibt es auch eine Terminstellung. Sie besagt, dass alle Anträge bis 15. Januar wieder eingegangen sein müssen. Holger Schmidt von der Telekom beruhigt aber. Der Termin 15. Januar sei in einer ersten Welle von Anschreiben vor Weihnachten mitgeteilt worden. Damals sei noch nicht klar gewesen, dass es erhebliche Schwierigkeiten bei der Ermittlung von Grundstückseignern geben würde. Das habe sich erst im Nachhinein gezeigt, betont er. Schmidt nennt Umzüge, Flächenteilungen, nicht vorhandene Adressen oder einfach nicht erfasste Grundstücke als Gründe.

Deshalb werde es auch eine zweite Welle von Anschreiben geben. Diese wird Ende Januar/Anfang Februar vollzogen, stellt der Mann von der Telekom in Aussicht. Er bittet deshalb darum, nach
Eingang der Anträge diese unverzüglich zurückzuschicken. „Wer erst im März aufwacht, dem kann dann passieren, dass ihm wirklich 800 Euro in Rechnung gestellt werden“, sagt Schmidt.

Wer allerdings die Anträge noch nicht bekommen hat, den Breitbandausbau aber wünscht und ganz auf Nummer sicher gehen will, der kann sich den Antrag auch aus dem Internet herunterladen, ausfüllen und von allein abschicken, rät Andreas Heite, leitender Verwaltungsbeamter im Amt Miltzow. Dazu sind entsprechende Seiten im Internet bereits verlinkt worden, wie Heite gestern im Gespräch mit der OZ sagte (siehe auch Info-Kasten auf dieser Seite)

Da das gesamte Amtsgebiet Miltzow unterversorgt ist, ist es auch komplett für den von der Bundesrepublik geförderten Breitbandausbau vorgesehen. Ende 2019 soll der Breitbandausbau in Vorpommern-Rügen bereits abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass parallel zu den jetzigen Ermittlungen der Grundstückseigner auch schon viele Planungen für die einzelnen Bauabschnitte laufen, wie Schmidt von der Telekom sagt. Habe man alle Anträge und Planungen für ein zusammenhängendes Baugebiet zusammen, rollen dort auch sofort die Bagger an, verspricht er.

Die Telekom arbeite zwar sehr eng mit dem Katasteramt des Landkreises Vorpommern-Rügen und weiteren Ämtern zusammen, dennoch könne man nur Schritt für Schritt dieses sehr umfangreiche Vorhaben verwirklichen, bittet er um Verständnis. Es gehe schließlich um 23 000 Grundstückseigner und dazugehörige 40 000 Haushalte im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen.

Artikel der OZ (Lokal Grimmen) vom 11.01.2018