Gemeinde Elmenhorst kann Sorgenkind – Straße nach Neu Elmenhorst – sanieren

Elmenhorst. Endlich! Elmenhorsts Bürgermeister Rudi Wendorf (CDU) verkündet mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Wir können die Straße nach Neu Elmenhorst sanieren.“ Er wollte schon fast gar nicht mehr daran glauben. Denn seit immerhin rund sechs Jahren hat die kleine Kommune dies vor. Sieben Anträge auf Fördermittel später, kann es tatsächlich endlich losgehen.

So glücklich, wie Rudi Wendorf bei der Verkündung ist, nehmen es auch die Anwohner auf. „60 Jahre warte ich auf eine vernünftige Straße zu unserem Grundstück. Jetzt bin ich 60 Jahre alt“, scherzt Heinz Wichmann. Er ist in dem Haus am Ende der Neu Elmenhorster Straße aufgewachsen und lebt heute mit seiner Frau dort. „Schon zu meiner Kindheit war der Weg nach Elmenhorst zur Schule beschwerlich. Auch meine Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule gefahren sind, hatten es nicht viel besser“, erzählt er. In den 70er Jahren seien zwar Betonplatten verlegt worden, aber die seien mit den Jahren und durch die Landwirtschaftsmaschinen verrutscht, abgesackt oder gar kaputt gegangen. Tatsächlich kann heute von einer Straße kaum die Rede sein. Deshalb freut es die insgesamt 16 Grundstückseigentümer, dass sie der Buckelpiste, wie die Straße „Neu Elmenhorst“ nur noch genannt wird, nun in absehbarer Zeit Ade sagen können. „Vor zwei Tagen hat uns der Bürgermeister den Bescheid gebracht. Ich war gerade beim Kirschen pflücken. Ich war so froh über die Nachricht, da habe ich ihm einen Korb Kirschen mitgegeben“, erzählt Wichmann und lacht.

Knapp zwei Kilometer sind es vom bereits sanierten Stück der Straße Neu Elmenhorst bis zu ihm nach Hause, berichtet Wichmann. Dieses Stück wird nun auch saniert. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr noch mit den Ausschreibungen beginnen können, so dass frühstmöglich im Jahr 2019 der Baustart erfolgen kann“, informiert Rudi Wendorf.

Rund eine halbe Million Euro wird die Straßensanierung kosten. Finanzielle Unterstützung kommt vom Land. Immerhin 373 000 Euro wurden Wendorf bereits vor Längerem vom Landkreis Vorpommern-Rügen an Mitteln aus dem Topf für Projekte der integrierten ländlichen Entwicklung zugesagt. Wenn die Finanzierung steht. Nun endlich erhielt Wendorf vom Vergaberat der Kofinanzierungsmittel  des Landes die frohe Botschaft: „Mit 74 700 Euro vom Land können wir rechnen“, berichtet das Gemeindeoberhaupt. 25 000 Euro entfallen auf die Eigentümer der Grundstücke, die an die Straße Neu Elmenhorst angrenzen. „Bleiben etwas über 25 000 Euro für uns als Eigenanteil der Gemeinde “, beendet Rudi Wendorf die Rechnung.

Er freue sich, dass dieses leidige Thema, das ihn beinahe seine gesamte bisherige Amtszeit begleitet hat, nun abgeschlossen wird. Endlich!


Die Finanzierung steht:

498 000 Euro sind für die Sanierung der Gemeindestraße Neu Elmenhorst eingeplant.
Seit 2013 ist dieses Vorhaben geplant. Erst kürzlich – nach sieben Anträgen – gab es die Zusage für Kofinanzierungsmittel vom Land.
74 700 Euro Kofinanzierungsmittel erhält die Gemeinde nun vom Land.
373 000 Euro wurden der Kommune vom ländlichen Entwicklung (ILERL) zugesichert.
16 Grundstücke liegen an der Gemeindestraße. Von deren Eigentümern erhält die Gemeinde insgesamt rund 25 000 Euro auf Grundlage der Straßenausbausatzung.
Die restlichen Kosten trägt die Gemeinde.

Anja Krüger

FOTO: ANJA KRÜGER

Artikel der OZ (Lokal Grimmen) vom 21.06.2018