Gemeinde stellt sechsten Antrag / Finanzierung über ILER möglich

Elmenhorst. Es werden wohl gleich mehrere Stoßgebete sein, die der Elmenhorster Bürgermeister Rudi Wendorf derzeit zum Himmel schickt. „Das mittlerweile sechste Antragsverfahren zur Sanierung der Straße in Richtung Neu Elmenhorst ist auf den Weg gebracht“ sagt er. Und dass er hofft, dass das Land den Ort dieses Mal bei der Vergabe von Fördermitteln berücksichtigt.

Seit Jahren versuche er, die Fördergelder für die Sanierung der maroden Straße zu bekommen. Bislang ohne Erfolg. Dabei ist die Sanierung des 1,6 Kilometer langen Teilstückes dringend notwendig: Bus-, Taxi- und Krankentransportfahrer schimpften immer häufiger über die Elmenhorster Buckelpiste.

Beim sechsten Anlauf – der erste Antrag wurde im September 2014 gestellt – wollen die Elmenhorster ihr Projekt Straßenbau endlich auf den Weg bringen. „Auf Anraten von Landrat Ralf Drescher werden wir jetzt versuchen, das Kofinanzierungsprogramm anzuzapfen“, so der Bürgermeister. Das bedeute, dass Elmenhorst für die Straßensanierung in das ILER-Programm rutschen könnte, von dem 360.000 Euro für den Elmenhorster Straßenbau zur Verfügung gestellt würden. Voraussetzung dafür aber sei, das die Gesamtfinanzierung steht: Die Gemeinde muss dafür rund 10.000 Euro Eigenkapital aufbringen, während aus der Kofinanzierung 32.000 Euro (richtig 92.000 €) kommen.

„Das Problem ist nur, dass es dieses Kofinazierungsprogramm derzeit noch nicht gibt“, so Wendorf. Zwar solle es wieder aufgelegt werden, jedoch erst mit dem neuen Haushalt des Landes. Das wird im Dezember der Fall sein. Doch auch dann ist Elmenhorst noch immer nicht dabei. „Dann wird in Schwerin erst beraten, welche der eingereichten Anträge den Zuschlag für eine Kofinanzierung erhalten“, so Wendorf.

Er selbst habe den Elmenhorster Antrag am 6. Oktober in Schwerin abgegeben. Wie bereits fünf Anträge zuvor. Gemeinsam mit dem im Amt Miltzow verantwortlichen Mitarbeiter sei er mehrmals in Schwerin gewesen, um auf die dringende Notwendigkeit der Sanierung der Neu Elmenhorster Straße hinzuweisen. Leider ohne nennbaren Erfolg.

„Ich hoffe, dass wir dieses Mal endlich in das Programm rutschen“, so Rudi Wendorf. Wenn dies geschieht, könnte die Erneuerung der Straße Neu Elmenhorst 2018/19 endlich umgesetzt werden.


Neue Straße

Die Straße nach Neu Elmenhorst soll, wenn alles glatt läuft, in den Jahren 2018/19 saniert werden.

360.000 Euro gibt es aus dem ILER-Programm – allerdings erst, wenn die Gesamtfinanzierung für das Vorhaben steht.

Dazu müssten die Elmenhorster in das Kofinanzierungsprogramm rutschen.

32.000 Euro (richtig 92.000 €) müssten aus diesem Programm genehmigt werden, die Gemeinde selbst muss einen Eigenanteil von rund 10.000 Euro aufbringen.

Es ist bereits der sechste Fördermittelantrag, den die Elmenhorster für die lange ins Auge gefasste und dringend notwendige Sanierung der maroden Straße in Schwerin gestellt haben.

Claudia Noatnik

FOTO: CLAUDIA NOATNICK

Artikel der OZ (Lokal Grimmen) vom 02.11.2017