In Elmenhorst wird schon tüchtig gebuddelt für das schnelle Internet/ Freigeschaltet wird das Netz aber erst 2021/ Bäume bei Arbeiten in der Schulstraße beschädigt/ Gutachter prüft nun, ob Firma Schadenersatz zahlen muss

Elmenhorst. In Elmenhorst reihen sich derzeit die Baustellen aneinander. Gräben werden gebuddelt, um das lang ersehnte Glasfasernetz für ein schnelles Internet in den Boden zu bekommen. „Das ganze Dorf wird umgebuddelt“, sagt Bürgermeister Rudi Wendorf (CDU). Doch gänzlich reibungslos verlaufen die Arbeiten nicht. Bäume müssen geschützt werden

In der Schulstraße verlegten die Arbeiter die Leerrohre nicht wie besprochen, in einer geschlossenen Bauweise, sondern rissen den Boden auf. „Das ist allerdings nicht erlaubt, wenn an dieser Stelle unsere großen, alten Bäume stehen. Das Wurzelwerk kann dadurch beschädigt werden und der Baum im schlimmsten Fall eines Tages umkippen“, erklärt Matthias Beilke. Der Sachbearbeiter im Bau- und Ordnungsamt begleitet und überwacht die Arbeiten in Elmenhorst. Und auch wenn die Arbeiter der Firma „Alkan“ sich bislang immer an die Absprachen hielten und schnell vorankommen, die Bäume in der Schulstraße müssen nun von einem Gutachter unter die Lupe genommen werden. Im schlimmsten Fall muss die Firma einen Schadenersatz an die Gemeinde zahlen. Das werde sich in den kommenden Tagen rausstellen, sagt Beilke.

Schnelles Internet erst 2021

Seit Mitte Mai arbeitet die Firma in Elmenhorst. Bürgermeister Rudi Wendorf schätzt, dass weit mehr als 90 Prozent der Einwohner, das Angebot der Telekom nutzten und ihnen nun umsonst ein Hausanschluss gelegt wird. Habe es anfänglich noch Probleme mit den Anträgen gegeben, sind mittlerweile alle Probleme aus der Welt geräumt. Doch auch wenn die Rohre verlegt sind, auf das schnelle Internet müssen die Anwohner noch warten. Ende August sollen alle Leerrohre verlegt sein. „Aber erst Mitte 2021 wird das schnelle Internet im Landkreis Vorpommern-Rügen freigeschaltet“, erklärt Nico Dröse aus dem Amt.

Leitungen mithilfe einer Rakete verlegt

Beim Verlegen der Rohre müssen die Bauarbeiter sich nicht nur vor Gasleitungen in Acht nehmen, sondern eben auch die urigen Alleebäume beachten. Dann müssen die Arbeiter eine Grube vor und eine hinter dem Baum graben und die Leitung mithilfe einer Rakete durchschießen. In die Leerrohre werde dann später durch eine andere Firma die Glasfaser eingeblasen.

Gerüchten, dass Bookhagen nicht angeschlossen wird, widerspricht der Bürgermeister. „Dort müssen allerdings die vorhandenen Freileitungen genutzt werde, das ist eine Auflage vom Landkreis.“ Doch es werden keine weiteren Masten gebaut. „An der Optik ändert sich also nichts“, sagt Wendorf und macht weiterhin allen Smartphone-Besitzern Mut: „Die Telekom und Vodafone befinden sich bereits in konkreten Verhandlungen um den Bau eines Mobilfunkmastes.“

Wer Fragen oder Sorgen habe, könne sich jederzeit bei Rudi Wendorf melden. Alle 14 Tage werden Bauberatungen durchgeführt, in denen Anwohner ihre Nöte vortragen können. „Doch außer, dass die Bäume in der Schulstraße nun eventuell beschädigt und zwei Telefonleitungen zerstört wurden, gab es noch keine Probleme.“ Und auch die Telefonleitungen wurden innerhalb von zwei Tagen repariert.

Carolin Riemer

GRAFIK: CAROLIN RIEMER

Artikel der OZ (Lokal Grimmen) vom 10.07.2019

Das ELMENHORST-VR Team bedankt sich recht herzlich bei der OSTSEE-ZEITUNG.de für die Bereitstellung dieses Beitrages.