Fast eine halbe Million Euro wurde in den Neubau investiert. Die Gemeinde Elmenhorst zahlte zwar nur einen Eigenanteil von 25 000 Euro, musste aber sieben Jahre lang auf die Fördermittel warten. Nun wird die Straße 14 Tage früher fertig als geplant.

Elmenhorst. Das ist eher selten: Zwei Wochen früher als geplant, gehen die Bauarbeiten an der Straße Neu Elmenhorst zu Ende. Was so zögerlich begann, es dauerte sieben Jahre bis die Fördermittel genehmigt wurden, findet Mitte Juli ein schnelles, glückliches Ende. Bürgermeister Rudi Wendorf (CDU) ist zufrieden: „Eigentlich kann ich nichts sagen, was nicht geklappt hat.“ Es sei eine tolle Zusammenarbeit zwischen der Firma „Badke Baustoffe“ aus Neubrandenburg, den Anwohnern und der Gemeinde gewesen. Fast eine halbe Million Euro wurde investiert.

Planung war eine große Herausforderung

Derzeit gleichen die Straßenbauer Ulf Cords und Stephan Meier die unterschiedlich hohen Auffahrten an die neue Straße an. „Das habe ich auch noch nie erlebt. Oft müssen die Anwohner selbst zusehen, dass sie die Übergänge zu ihren privaten Grundstücken auf die Höhe der Straße angleichen.“ In Elmenhorst ist das anders. Es sind nur noch Rest-Arbeiten, die in den kommenden 14 Tagen stattfinden, die Bankette muss beispielsweise noch hergerichtet werden. Trotz allem sagt der Bürgermeister, der lange um die Beseitigung der Buckelpiste kämpfte: „Die Planung war eine große Herausforderung.“

Im Vorfeld ließ Wendorf eine Art Umgehungsstraße über die Felder bauen. Nur so war gesichert, dass Rettungsfahrzeuge auch die Anwohner der Neu Elmenhorster Straße erreichen, die nun ihrem Namen alle Ehre macht. Gebraucht wurden Feuerwehr oder Notarzt in der Bauzeit zum Glück nicht. „Aber man muss auf alle Eventualitäten eingerichtet sein.“ Für die Umgehungsstraße über den Acker verwendeten die Bauarbeiter die fast 40 Jahre alten Platten der alten Straße. Über sie konnten auch die großen Fahrzeuge der Agrargesellschaft Elmenhorst Milch zu den Abnehmern transportieren. Außerdem wurden für die Anwohner Ausweich-Parkplätze in der Nähe ihrer Grundstücke eingerichtet und die Bushaltestelle zwei Mal verlegt. Zwei Wochen lang war die Straße nämlich für die Anwohner komplett gesperrt.

Fast eine halbe Million Euro wurde investiert

498 000 Euro kostet der Neubau der drei Meter breiten und 1620 Meter langen Fahrbahn. Die Gemeinde zahlt einen Eigenanteil von lediglich 25 000 Euro. Und die Anwohner sind von den Straßenausbau-Beträgen befreit. Noch vor wenigen Monaten, vor Erlass des neuen Gesetzes, hätten sich die 16 Familien 24 800 Euro teilen müssen – etwa 1550 Euro wären das pro Grundstück gewesen. Diese Kosten übernimmt nun das Land.

Am 25. oder 26. Juli möchte Bürgermeister Rudi Wendorf die Straße feierlich eröffnen und das Ende der Bauzeit zusammen mit den Elmenhorstern feiern. Den genauen Termin gebe er noch bekannt. Viele Jahre litten nicht nur die Stoßdämpfer der Autos, sondern auch ihre Fahrer unter dem alten Plattenweg. Sei die Straße einst vom Modderloch zum Plattenweg geworden, so laufen die Autos nun leise und sanft über den Asphalt. Für manch’ einen Fahrer wohl so verführerisch, dass den Bürgermeister bereits erste Beschwerden erreichten, dass aus der Neu Elmenhorster Straße nun eine Rennpiste wurde.

Carolin Riemer

GRAFIK: CAROLIN RIEMER

Artikel der OZ (Lokal Grimmen) vom 04.07.2019

Das ELMENHORST-VR Team bedankt sich recht herzlich bei der OSTSEE-ZEITUNG.de für die Bereitstellung dieses Beitrages.