Ein zwölfjähriger Junge aus der Regionalen Schule in Franzburg (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Für seine Familie, zwei Klassen und 13 Lehrer bedeutet das: häusliche Isolation. Das hat auch Auswirkungen auf weitere Klassen. Unklar ist: Wie hat sich der Junge angesteckt?

Der nächste Corona-Fall an einer Schule in MV: Ein zwölfjähriger Junge aus einer siebten Klasse der Regionalen Schule in Franzburg (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Es liegen keine Erkenntnisse über den Ansteckungsweg vor, wie ein Sprecher des Landkreises am Sonntag mitteilte. Der Junge beziehungsweise seine Familie hätten keine Kontakte zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person gehabt und seien nicht in Risikogebieten oder auf Veranstaltungen gewesen.

Der Junge sei am Donnerstag bei einem Hausarzt getestet worden, nachdem er am Mittwoch über Fieber, Schnupfen, Husten und Halsschmerzen geklagt hatte. Getestet wurde auch der ältere Bruder, der die gleichen Symptome hatte. Bei ihm gab es jedoch bisher keinen positiven Befund.

Die fünfköpfige Familie, 40 Mitschüler in den beiden siebten Klassen der Martha-Müller-Grählert-Schule sowie 13 Lehrer müssen sich nun zu Hause isolieren. Wegen des dadurch entstehenden Lehrermangels gebe es zunächst auch keinen Unterricht in den Klassenstufen 8 und 9. Die Klassenstufen müssen wie die siebte im Home-Office arbeiten, teilte die Schulleitung auf der Internetseite der Schule mit. In der Grundschule und den Klassenstufen 5, 6 und 10 findet hingegen regulärer Unterricht statt.

Am Montag werde bei allen Betroffenen ein Abstrichtest vorgenommen. Dabei kommt ein mobiles Abstrichteam der Bundeswehr zum Einsatz.

Von dpa/OZ

Artikel der OZ vom 23.08.2020 (ONLINE)