Elmenhorster schätzen besonders die noch vorhandene Infrastruktur

Elmenhorst. Die Elmenhorster schätzen „Ramona´Einkaufsmarkt“ mitten im Dorf. Sie wissen, dass es das in der heutigen Zeit in vielen rfern nicht mehr so gibt. Anja bke arbeitet hier, im ehemaligen Konsum. Sie ist gebürtige Elmenhorsterin, hat hier ihre Kindheit verbracht und später Verkäuferin gelernt. Seit 2017 ist sie hier mit viel Freude an der Arbeit tig. „Besser geht es doch nicht, ich wohne gleich gegenüber und habe keine Fahrkosten. Die Kunden kenne ich alle und man duzt sich.“

Die älteren Kunden kennen Anja bke von Kindesbeinen an, die kleinen Kunden von Morgen sieht die Elmenhorsterin aufwachsen. So wie beispielsweise Palina und Jayden, die bei der Stippvisite der OSTSEE-ZEITUNGs-Reporterin gerade mit ihrer Mutter zum Einkaufen da waren. „Wir wohnen seit 2020 in Elmenhorst, haben ein altes Haus übernommen und hlen uns sehr wohl hier. Gerade zu Corona-Zeiten haben wir das Dorfleben schätzen gelernt“, erzählt Lisa Trunkenmüller, die mit ihrem Mann vorher in Stralsund wohnte. „Das ist gut, das man im Ort einkaufen kann.“ Die Frau, die in der Pflege arbeitet, hrt glich ihren Sohn zur Schule nach Abtshagen und begründet, warum er nicht den Schulbus nimmt: „Die Busse sind so voll, da haben die Kleinen Angst einzusteigen.“

Dorf mit eigenem Bahnhof

Elmenhorst ist r über 700 Menschen ein lebens- und liebenswerter Wohnort, der an der Bahnstrecke zwischen Grimmen und Stralsund mit eigenem Bahnhof liegt. Die Strukturen des ehemaligen Bauerndorfes mit den vielen fen und den landwirtschaftlichen Flächen mittendrin lassen sich heute noch gut erkennen. Die Landwirtschaft ist prägend den Ort, in dem nach der politischen Wende viele neue Eigenheime entstanden sind und aktuell auch gebaut werden.

Der Ort verjüngt sich, ist attraktiv junge Familien. Kindergarten im Ort, die Schule in unmittelbarer Nachbarschaft. Eine aktive Kirchgemeinde, Vereine und die Freiwillige Feuerwehr gestalten unter anderem das Dorfleben mit. Außerdem ist Elmenhorst traditionell eine Hochburg den Pferdesport. Sitzgelegenheiten in dem flächenmäßig großen Dorf laden Spaziergänger und Radfahrer zum Verweilen ein.

Mit der FFw verbunden

Seit 1979 wohnt Helmut Penz in Elmenhorst. Er kam gemeinsam mit seiner Frau Marita nach dem Studium hierher. Das Haus, das um 1920 mal von einem Tierarzt gebaut wurde, war das ganze Arbeitsleben lang Wirkungsstätte von Frau Penz, die als Zahnärztin praktizierte. Zwei chter sind hier aufgewachsen, die Familie ist im Dorfleben fest verwurzelt. Zum Einen in der Kirchgemeinde aktiv, und Helmut Penz ist von Angang an mit der Freiwilligen Feuerwehr fest verwurzelt.

ngst ist der 68-hrige aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und widmet seine freie Zeit jetzt den Kameraden im Ruhestand. Im chsten Jahr gibt es die Freiwillige Feuerwehr schon 125 Jahre im Ort. Gerade besuchten die Feuerwehr-Senioren in der vergangenen Woche die Mela in hlengeez. „Ich hle mich in Elmenhorst zu Hause. Schade, dass so vieles nicht mehr da ist. Aber es freut mich, dass viele junge Leute ins Dorf ziehen.“

Heim Pferdehaltung gefunden

In unmittelbarer Nachbarschaft des Gerätehauses der Feuerwehr wohnt Anne Grawe mit Mann und Sohn. Vor 15 Jahren haben sie das großGrundstück übernommen, um viel Platz ihre Pferde zu haben. „Mein Mann ist gebürtiger Elmenhorster. Wir sind beide Springreiter und haben das Haus nach dem Umfeld ausgesucht“, erzählt die Frau, die als Dialyseschwester arbeitet.

Der Sohn ist allerdings nicht mit dem sprichwörtlichen Pferdevirus infiziert. Er spielt in Abtshagen Fußball. Und wenn die Eltern ihn nicht zum Training bringen nnen, dann wird er vom Trainer mitgenommen. „Das funktioniert alles gut. Das macht Dorfleben aus. Jeder Jeden“, gibt die Pferdesportlerin einen Eindruck vom Leben auf dem Dorf. Sicherlich unterstreichen viele weitere Elmenhorster diese Aussage.

Alte Gebäude prägen Elmenhorst

Einige Gebäude stehen als Ruinen im Ort, wie beispielsweise der architektonisch schöne Bahnhof oder die Überreste der ehemaligen rstenfabrik. Andere sind zu Wohnzwecken umfunktioniert. In der alten Schule etwa, die 1898 erbaut wurde und wo sich nach 1930 eine rtnerei befand, lebt seit 1999 ein Stralsunder mit seinen Kindern.

Die ehemalige Fabrikantenvilla, ein Prachtbau im Fachwerkstil mitten im Dorf, ist seit neun Jahren wieder bewohnt. Der Besitzer weiß, dass sich dort früher auch mal ein Kindergarten befand.

Die Stippvisite in Elmenhorst gibt nur einen kleinen Einblick in das aktive Dorfleben wieder und ist unvollständig. Auf jeden Fall war bei allen zufällig angetroffenen Menschen zu spüren, dass sie gern dort leben.

Roswitha Pendzinsky

 

Das ELMENHORST-VR Team bedankt sich recht herzlich bei der OSTSEE-ZEITUNG.de für die Bereitstellung dieses Beitrages.

Artikel der OZ (Lokal Grimmen) vom 15.09.2022